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Berufstätige Mutter

Alles auf Anfang – und was das mit Covid zu tun hat

Wir sind wieder da! Nach rund 5 Jahren habe ich unser Blögle aus der Versenkung geholt und werde wieder schreiben. Über unseren Alltag, über unsere Familie und über die Anforderungen, die das Leben aktuell an uns stellt.

Warum ich ausgerechnet jetzt wieder damit anfange? Die letzten Monate waren für uns alle geprägt durch die Pandemie. Unser Alltag hat sich komplett verändert, unsere Möglichkeiten sind stark limitiert, Anforderungen und Herausforderungen sind massiv angestiegen.
In diesen Monaten hat sich auch bei uns sehr viel verändert. Familiär, aber auch beruflich bedingt. Wir sind 2 Vollzeit Berufstätige mit einem mittlerweile 5jährigen Rabauken, der im Normalfall täglich in der Kita mit seinen Kumpels durch den Sandkasten hüpfen würde.
Nun aber ist da eben dieses Covid, seit über einem Jahr. Seit über einem Jahr müssen wir uns immer wieder fragen, wie wir den Alltag mit 40h-Woche und einem kleinen Kind im Lockdown meistern. Täglich stellt sich die Frage, wie wir die Woche hinbekommen, ohne dass einer oder etwas komplett auf der Strecke bleibt. Ich möchte gar nicht darüber nachdenken, wie es mit einem oder gar mehreren Kindern im Home Schooling wäre.

Berufstätige Mutter in Covid-Zeiten – ganz eigene Herausforderungen

Und ich sag es gleich, Haushalt kommt bei dieser Überlegung ganz hinten in der Nahrungskette, ganz weit hinten.
In dieser Zeit habe ich gerade in Social Media immer wieder nach Inspiration gesucht. Inspiration, wie wir unseren Alltag in dieser Ausnahmesituation besser meistern können. Aber ich habe auch nach Gleichgesinnten gesucht, die die gleichen Herausforderungen angehen mussten, die gleichen Sorgen und Nöte hatten.
Ich folge wunderbaren Mamas und Papas teilweise schon seit Jahren. Sie liefern mir immer wieder tolle Gedankenanstöße und ich nehme enorm viel für meine Familie und mich mit.
Aber sie haben alle eins gemeinsam: sie sind entweder komplett Zuhause oder arbeiten stundenweise. Ihr Leben unterscheidet sich damit komplett von meinem. Ihre Herausforderungen sind oft andere. Damit möchte ich deren Stress und Sorgen auf keinen Fall schmälern. Es deckt sich nur einfach nicht mit dem, was ich suche und brauche.
Und ich bin ganz ehrlich, es erzeugt Druck. Ich weiß natürlich, dass Social Media meist nur zuckerrosa mit Glitzer-Feenstaub zeigt. Ich weiß natürlich, dass es nur Ausschnitte sind. Trotzdem kann ich dieses innere Teufelchen nicht abstellen.

Von eigenen Ansprüchen und der Realität

Irgendwie schleichen sich doch diese fiesen Fragen ein: warum schaffe ich es nicht, jeden Abend eine perfekt aufgeräumte Küche zu hinterlassen? Warum habe ich nicht Samstags schon einen perfekten Förderplan für die kommende Woche zusammengestellt? Warum bastele ich Montags um 14 Uhr mit dem Söhnchen nicht irgendwelche pädagogisch wertvollen Wichtel, anstatt ihn an „Nanny TV-Gerät“ zu übergeben?
Ganz einfach, weil er um diese Uhrzeit eigentlich noch in der Kita wäre und ich vermutlich gerade in einem Kunden-Call zu irgendwelchen Projekten sitze.
Finde ich das toll? Nein, natürlich nicht. Habe ich ein schlechtes Gewissen? Oh ja. Ich habe ein schlechtes Gewissen gegenüber dem Söhnchen, gegenüber meines Chefs und gegenüber des Haushalts. Es gibt eigentlich nichts, das mir seit einem Jahr kein schlechtes Gewissen macht. Wir machen alles irgendwie, Hauptsache nicht untergehen. Es läuft, wir bekommen es hin. Aber es gibt eben kein Glitzer-Feenstaub, keine perfekt aufgeräumten Kinderzimmer und manchmal haben wir einfach noch nicht alles durchgewaschen und ziehen die Hose vom Vortag an.

Darum soll es auf diesem Blog unter anderem künftig gehen. Die alltäglichen Herausforderungen, die uns als berufstätige Eltern begleiten.
Ich würde mir wünschen, dass wir uns austauschen. Ich würde mir wünschen, dass wir uns gegenseitig Halt geben, wenn einer von uns völlig am Ende ist und kein Licht am Ende des Tunnels sieht.

Wie sind eure Erfahrungen mit Kind und Job im Lockdown und wie geht es euch damit?

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